Temperaturen über 40 °C – eine Herausforderung für jede Kälteanlage
Die vergangenen Tage haben gezeigt, dass extreme Hitzewellen längst keine Ausnahme mehr sind. Außentemperaturen von über 40 °C belasten nicht nur Menschen, sondern auch Kühl- und Kälteanlagen erheblich. Gerade in der Gastronomie, Lebensmittelproduktion, Apotheken, Laboren oder im Handel kann eine nachlassende Kühlleistung schnell zu erheblichen Schäden führen.
Viele Betreiber bemerken die schleichende Leistungsabnahme erst, wenn die Temperatur im Kühlraum bereits steigt oder die Anlage sogar aufgrund einer Hochdruckstörung abschaltet.
Warum sinkt die Kühlleistung bei extremer Hitze?
Eine Kälteanlage transportiert Wärme aus dem Kühlraum nach außen. Je heißer die Umgebungsluft ist, desto schwieriger wird dieser Wärmeaustausch.
Die Folgen:
- Der Verdichter arbeitet mit höherem Druck.
- Der Energieverbrauch steigt deutlich.
- Die verfügbare Kühlleistung sinkt.
- Die Anlage läuft nahezu dauerhaft unter Volllast.
- Im schlimmsten Fall erfolgt eine Sicherheitsabschaltung aufgrund zu hoher Drücke oder Temperaturen.
Besonders kritisch wird dies bei älteren oder verschmutzten Anlagen.
Typische Warnsignale
Bereits vor einem vollständigen Ausfall gibt es häufig erste Hinweise:
- Die Kühltemperatur steigt langsam an.
- Der Verdichter läuft nahezu ohne Unterbrechung.
- Kühlräume benötigen deutlich länger zum Herunterkühlen.
- Temperaturalarme treten häufiger auf.
- Vereinzelt schaltet die Anlage aufgrund hoher Drücke oder Temperaturen ab.
Diese Maßnahmen helfen bei extremer Hitze
1. Lamellen regelmäßig reinigen
Verschmutzte Wärmetauscher verschlechtern die Wärmeabgabe erheblich. Bereits Staub, Pollen oder Fettablagerungen können die Effizienz deutlich reduzieren.
Wichtig: Die empfindlichen Lamellen dürfen dabei nicht verbogen oder mit zu hohem Wasserdruck gereinigt werden. Geeignete Lamellenreiniger und weiche Bürsten sind hier die bessere Wahl.
2. Freie Luftzufuhr sicherstellen
Kondensatoren benötigen ausreichend Frischluft.
Achten Sie darauf, dass:
- keine Gegenstände die Luftzufuhr blockieren,
- ausreichend Abstand zu Wänden eingehalten wird,
- Pflanzen oder Verschmutzungen entfernt werden.
3. Warme Abluft zuverlässig abführen
Steht die Kälteanlage in einem Technikraum oder Innenbereich, muss die entstehende Wärme zuverlässig abgeführt werden.
Hilfreich sind beispielsweise:
- zusätzliche Lüftungsöffnungen,
- leistungsfähigere Abluftsysteme,
- unterstützende Ventilatoren zur besseren Luftzirkulation.
Denn wird die warme Abluft immer wieder angesaugt, sinkt die Kühlleistung erheblich.
4. Kühlmittel regelmäßig prüfen lassen
Ein zu geringer Kältemittelstand reduziert die Leistungsfähigkeit der Anlage und erhöht gleichzeitig den Energieverbrauch.
Regelmäßige Wartungen helfen, Leckagen frühzeitig zu erkennen und die optimale Funktion sicherzustellen.
5. Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden
Steht der Verflüssiger dauerhaft in der prallen Sonne, steigt die Belastung zusätzlich.
Eine geeignete Beschattung kann die Temperatur der angesaugten Luft senken. Wichtig ist dabei, den Luftstrom nicht zu behindern.
6. Verdunstungskühlung als Notfallmaßnahme
Bei extremen Außentemperaturen setzen manche Betreiber auf eine zusätzliche Verdunstungskühlung.
Dabei wird Wasser fein vor den Wärmetauscher gesprüht. Durch die Verdunstung wird die angesaugte Luft abgekühlt, wodurch sich die Kühlleistung verbessern kann.
Diese Maßnahme kann in Ausnahmesituationen sinnvoll sein, sollte jedoch fachgerecht umgesetzt werden. Hartes Wasser kann Kalkablagerungen verursachen, weshalb eine regelmäßige Reinigung der Lamellen besonders wichtig ist.
Temperaturüberwachung mit dem LoRaFOXX schafft Sicherheit
Gerade während Hitzewellen lohnt sich eine kontinuierliche Temperaturüberwachung.
Steigt die Temperatur im Kühlraum schleichend an oder arbeitet die Anlage dauerhaft unter Volllast, können automatische Alarme frühzeitig auf Probleme hinweisen – bevor Lebensmittel, Medikamente oder andere temperaturempfindliche Waren Schaden nehmen.
Fazit
Extreme Sommer werden künftig häufiger auftreten. Umso wichtiger ist es, Kühlanlagen regelmäßig zu warten, für optimale Betriebsbedingungen zu sorgen und kritische Temperaturen kontinuierlich zu überwachen.
Mit einfachen Maßnahmen wie sauberen Wärmetauschern, einer guten Belüftung, ausreichender Beschattung und einer zuverlässigen Temperaturüberwachung lässt sich das Risiko von Ausfällen deutlich reduzieren – selbst an den heißesten Tagen des Jahres.



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